Informations- und Wissensgesellschaft: Mythos Wissensgesellschaft

Aus kritischer Sicht setzte sich diese Einführung mit den Schlagworten du den vielfach oberflächlichen Diskussionen um die so genannte "Wissensgesellschaft" auseinander. Sie wird als schon sich abzeichnende und künftige gesellschaftliche Formation nach der "Industriegesellschaft" und infolge des (medien)technischen Wandels gesehen.
Zunächst werden andere Etikettierungen wie "Dienstleistungsgesellschaft", "Risiko-Gesellschaft" etc. auseinander und sucht sie in ihren theoretischen voneinander abzugrenzen. Neben einer kurzen Darstellung der mediengeschichtlichen und -technischen Entwicklung wird vor allem betont, dass eine hinreichende theoretische Beschäftigung mit Information/Wissen wissenssoziologische Ansätze, die in der deutschen Soziologie der 20er und 30er Jahre bedeutend waren und sich in der angloamerikanischen Theorie des Alltagswissen fortsetzten, aufgegriffen und nun mit den neuen Formen medientechnischer Dokumentation und Verarbeitung von Wissen konfrontiert werden sollten. Wissensmanagement und Wissensklufttheorien sind gegenwärtig die am häufigsten traktierten Themen, wobei ersteres eine deutliche Instrumentierung von Wissen bewirkt. Schließlich werden signifikante Entwicklungen und Wandelungen in gesellschaftlich relevanten Bereichen skizziert und auf ihre Veränderungspotenziale hin überprüft.

Hans-Dieter Kübler: Mythos Wissensgesellschaft. Gesellschaftlicher Wandel zwischen Information, Medien und Wissen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005, ISBN 3-531-14484-7, 17.90 €

Zurück zur Übersicht